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Montagsmotivation #berealnotperfect

Die heutige Montagsmotivation tippe ich im Zug auf dem Handy. Ich bin auf dem Weg in die Schweiz, eine liebe Freundin sitzt im Halbschlaf neben mir und auch ich kämpfe damit, dass mir die Augen immer wieder zufallen. Im Gepäck führe ich Wein und warme Kleidung, den Laptop habe ich zuhause gelassen. Mein Urlaub startet mit einem Mädelstrip.
Mein zuhause ist chaotisch zurückgeblieben, ich werde den Urlaub größtenteils damit verbringen an beruflichen Dingen zu arbeiten und die Schokolade der letzten Woche zeichnet sich recht deutlich in meinem Gesicht ab. Nichts ist fancy, schick oder Instagram tauglich. Stattdessen bin ich müde, überarbeitet und meine To Do Liste ist bei weitem nicht abgearbeitet.
Darauf stand auch ein Blogpost. Gut vorbereitet, strukturiert und natürlich mit schönen Fotos. Wird es nicht geben. Denn in der letzten Woche war ich keinen Tag vor 19 Uhr zuhause und dann standen weitere, weniger schöne aber wichtigere Dinge auf meiner Liste. Wir haben alle viel zu tun. Das n…
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All die kleinen Dinge

Manchmal brauche ich einen sanften Stups in die richtige Richtung. Manchmal vergesse ich nämlich, dass es unzählige kleine Dinge sind, die einen Tag schöner machen können. Dinge, die wir leicht übersehen oder vergessen. Schneeflocken an einem Sonntagmorgen zum Beispiel, oder Zimtkekse und kalte Pizza am Bett essen. Es kann die sechsminütige detaillierte Sprachnachricht einer lieben Freundin sein, oder Bella, die vollkommen verzückt die Weihnachtsdeko zerstört, ein Kakao mit Baileys oder der Moment, der eigentlich perfekt für ein Instagramfoto geeignet wäre, aber so schön ist, dass niemals eine Handykamera hineinleuchten darf. Kurz, manchmal sind es nur Augenblicke und Sekunden, die schnell vorüberziehen in der Hektik des Alltags und diverser Deadlines.
Gerade im Dezember sind wir häufig so mit Hektik beschäftigt und damit das perfekte große Weihnachtsfest zu gestalten, dass wir die Momente leicht übersehen, die eigentlich besonders sind.

“It has long been an axiom of mine that the litt…

Leseliste im November - Da war doch was mit Tod

Irgendwie haben alle Bücher, die ich im November gelesen habe eine Sache gemeinsam. Es geht um den Tod. Klingt erst einmal ziemlich düster, war es aber gar nicht. Tatsächlich mag ich meine Novemberleseliste sogar ausgesprochen gerne und kann sie nur wärmsten Herzens empfehlen, beinahe noch ein bisschen mehr als meine letzten Leselisten. 

1. You will not have my hate - Antoine Leiris
Was bleibt, wenn die Frau auf ein Konzert geht und in dieser Nacht von Terroristen erschossen wird? Hass? Verzweiflung? Angst?
Antoine Leiris beschreibt in "You will not have my hate" wie er weiter macht, nachdem sein Albtraum wahr geworden ist, was es bedeutet allein zu sein mit einem 17 Monate alten Sohn. Sein Facbookpost "You will not have my hate" ist zu einer klaren Ansage geworden, eine Weigerung Terroristen gewinnen zu lassen. 

“On Friday night, you stole the life of an exceptional being, the love of my life, the mother of my son, but you will not have my hate. I don’t know who yo…

Done is better than perfect

Ich habe einen Hang dazu alles möglichst perfekt machen zu wollen. Das klingt wie ein Satz, den man gut im Vorstellungsgespräch sagen kann, wenn man nach seinen Schwächen gefragt wird. Beschaulich, sympathisch und definitiv jemand, der sich in seine Aufgaben verbeißt.  Perfektionismus ist angesagt, ein bisschen hip und wir können uns alle darin sonnen.  In Wahrheit sind wie nämlich meist ein bisschen stolz auf uns, wenn wir behaupten nach Perfektion zu streben.  Nur, dass es leider Augenwischerei ist und eine willkommene Ausrede um sich am Ende schlecht zu machen, runter zu ziehen oder auf andere, vermeintlich luderige Menschen herab zu blicken. 
Dabei macht Perfektionismus meistens eins: Gelähmt.  Wenn ich eine Aufgabe nur perfekt bewältigen kann und ansonsten nichts wert bin, so scheitere ich eigentlich schon zu Beginn. Es gibt keine Perfektion. Niemals. Strebe ich jeden Tag aufs Neue danach, so mache ich mich immer wieder bewusst unglücklich und gelähmt, starre mit sehenden Augen …