Montag, 20. Februar 2017

Danke Mr Eisenhower - wie Do Listen entrümpelt werden

Es gibt so Zeiten, da wächst einem alles über den Kopf. Privat oder auch beruflich. Manchmal steht man einfach vor einem unglaublichen Berg an Aufgaben und weiß gar nicht wo man anfangen soll. Wie ihr wisst, bin ich ein großer Freund davon einen Gang zurück zu schalten und sich bewusst Zeit zu nehmen, für einen Spaziergang, eine Tasse Tee oder einen lauten Abend mit Freunden. Aber dennoch funkt das Leben manchmal derartig laut dazwischen, dass es gilt möglichst schnell und möglichst effektiv alles erdenklich abzuarbeiten. Und an dieser Stelle kommt ein Präsident ins Spiel. Das sogenannte Eisenhower Prinzip hilft nämlich spielend leicht Ordnung in die To Do Liste zu bringen und sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu fokussieren. Und, wenn man meinem guten Freund Dr. Ralf Friedrich glaubt, führt die Anwendung des Eisenhower Prinzips dazu, dass man schlagartig keinen überfüllten Terminkalender mehr hat (seinen Gastbeitrag könnt ihr hier nachlesen). Dabei ist die ganze Sache auch noch spielend einfach. 
Dafür nehmt ihr einfach eure "normale" To Do Liste und teilt sie in vier unterschiedliche Kategorien auf.


A: Wichtig und Dringend 

Hier wird alles gesammelt, was für euch persönlich wichtig ist und schnell erledigt werden muss. 
Zum Beispiel eine Arbeit, die für eure Karriere wichtig ist und die eine bestimmte Deadline beinhaltet, die bald abläuft. 


B: Wichtig und nicht Dringend
Alles was für eure persönlichen Lebensziele und Pläne wichtig ist, aber im Moment nicht so sehr eilt schreit ihr in diese Kategorie. Das wäre beispielsweise ein Lebenslauf, den ihr überarbeiten könnt oder der Einkauf für die nächste Woche, wenn der Kühlschrank noch für die nächsten Tage gefüllt ist. 

C: Dringend und nicht wichtig
Alles, was dringend erscheint, aber nicht wirklich wichtig für euch ist. Mit diese Kategorie tue ich mich was Beispiele angeht ein wenig schwer. Um ehrlich zu sein nutze ich diese Kategorie beinahe nie, da ich streng minimalstisch dafür sorge mich beinahe ausschließlich mit Dingen zu beschäftigen, die mir persönlich wichtig sind (ich alter Angeber). Prinzipiell fallen hierunter Dinge, die man an andere delegieren kann. Vielleicht wäre es den Hausputz mit dem nötigen Kleingeld eben nicht selbst zu erledigen, sondern jemanden dafür zu bezahlen dies zu tun. Oder eben einen gesunden Müsliriegel zu kaufen anstatt selbst einen herzustellen (wobei ich hier raus bin - ich liebe es zu sehr selbst zu kochen). Oder 

D: Nicht Dringend und nicht Wichtig

Das ist meine Lieblingskategorie, denn hier kann ich rigoros sein. Alles, was weder dringend noch wichtig ist wandert in den Müll und zwar ohne noch einmal darüber nachzudenken. Das ist großartig und macht viel Spaß. Kategorie D erleichtert das Leben ungemein und befreit herrlich. 
Warum sollte man seine Zeit mit Dingen verschwenden, die weder wichtig noch dringend sind und entsprechend hektisch durch die Gegend flitzen. Mein liebstes Beispiel hierfür ist es Zeit mit Menschen zu verbringen, die ich nicht mag und die mich auch nicht mögen. Treffen nach denen man sich nicht gut fühlt- ganz klar Kategorie D und somit: einfach sein lassen ;)




Tatsächlich bin ich dazu übergegangen meine To Do Listen in diese Kategorien einzuteilen und siehe da: Prioritäten sind plötzlich ganz anders. Von den Dingen, die weder wichtig noch dringend sind kann ich eine Menge streichen und ihr glaubt gar nicht, wie sehr das eine To Do Liste entlasten kann. Ich gebe zu, an der C Kategorie muss ich noch ein wenig arbeiten, aber ich denke mit der Zeit werde ich auch das besser hinbekommen. Und ganz ehrlich? Es ist schon ein unglaublich gutes Gefühl. Natürlich gibt es immer Zeiten, die unglaublich voll sind. Sei es bei einem Umzug, einer wichtigen Aufgabe bei der Arbeit oder auch im privaten Kontext. Daran ändert auch das Eisenhower Prinzip nichts, aber - und das ist ja auch schon mal was - es erleichtert ungemein dabei den Überblick zu behalten.
Was macht ihr, wenn Aufgaben und Termine nur so über euch hinein brechen? Klassische Verdrängungstaktik oder habt ihr ein System?
Ich wünsche euch einen großartigen Start in eine wunderbare Woche
Liebste Grüße
Lotte

Montag, 13. Februar 2017

Happiness - Was wirklich glücklich macht

Vor einiger Zeit verbrachte ich einen kompletten Sonntag eingekuschelt auf dem Sofa. Ich war den Abend zuvor ausgegangen und völlig erschöpft von den Ausschweifungen des Abends. Also trank ich Tee, aß eine unglaubliche Menge veganer Pankcakes und sah mir Filme und Serien bei Netflix an. Ein Sonntag wie er im Buche steht also.
Und während ich so die Netflix Bibliothek durchforstete,  stieß ich auf eine Doku die sich "Happy" nannte. Vielleicht habt ihr mitbekommen, dass ich mich gerne mit Positiver Psychologie und den Auswirkungen kleiner Momente und Situationen auf das Glück beschäftige. Es ist quasi eine Leidenschaft von mir. Also war es ganz klar, dass ich mir "Happy" ansah.
Und was ich dort sah berührte mich so tief, dass ich trotz unzähliger Pancakes und Bella an meiner Seite plötzlich zu weinen begann. Nicht weil ich traurig wurde, sondern einfach weil mich die Dinge unglaublich berührten.
In der Dokumentation werden Menschen überall auf der Welt gefragt was sie glücklich macht. Ein Mann, der für sein Leben gerne surft, eine Frau, die nach einem schweren Unfall ihre Schönheit verlor, alte Damen auf der japanischen Insel Okinawa, ein Bänker der seinen Beruf aufgab um nun in Kalkutta Sterbende zu pflegen... All diese Menschen erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Glück. Und während sie dies tun spürt man wie eine Welle von Freude hinüber schwappt. Unterbrochen werden diese Berichte von Beiträgen aus der Wissenschaft. Neurowissenschaftler und Psychologen erklärten den neusten Forschungsstand zum Thema Glück.

Was mich an diesem Film so berührte? Er zeigte ganz klar und deutlich etwas, das wir alle instinktiv ahnen, aber gerne in den hintersten Winkel unseres Herzens verbannen. Glück entsteht nicht durch Konsum, durch immer höher, besser und weiter, sondern durch Dinge in unserem Inneren.
Mitgefühl, Liebe, etwas für andere tun, einen Sinn im eigenen Leben finden eben dadurch, dass man nicht nur für sein eigenes Ego lebt... All das ist es, was uns glücklich macht und ein Strahlen in unser Leben bringt.
Und mit einem Mal war ich sehr dankbar dafür dies noch einmal vor Augen geführt zu bekommen. Denn im Alltagstrubel gehen diese Dinge häufig unter. Wir messen die Wichtigkeit unseres Lebens an Erfolgen, an einem Kontostand und unserem Aussehen und denken immer wieder "Wenn nur erst" 

Wenn ich nur erst den einen perfekten Partner gefunden habe, der mich komplettiert..
Wenn ich nur erst meinen Traumberuf gefunden habe...
Wenn ich nur erst mein Studium hinter mir habe...
Wenn ich nur erst Mutter bin ...
Wenn ich nur erst 10 Kilo abgenommen habe ...
Wenn ich nur erst viel Macht habe ...

Dann werde ich für immer glücklich sein.
Dabei liegt das Glück gar nicht in äußeren Faktoren. Es liegt in uns selbst und darin was wir auf dieser Welt mitgeben können. Ein Lächeln für einen Fremden, Freundlichkeit für andere, Mitgefühl, Liebe, Großherzigkeit, Dankbarkeit all diese Dinge bedürfen gar keinem äußeren Faktor. Aber sie machen uns bewusst, dass es auf dieser Welt mehr gibt als nur uns selbst, dass wir nicht allein sind, dass wir Verantwortung haben. 

Wunderbar dazu war der Satz eines der Forscher ganz am Ende-
Wenn du nur nach deiner eigenen Glückseligkeit strebst kann das sehr eigennützig sein. Aber sobald du zu den spirituellen Gefühlen kommst (er meint Liebe, Dankbarkeit, Mitgefühl...) und dich um das Wohlergehen der Welt sorgst wächst dein Leben.
Schöner kann man es gar nicht ausdrücken finde ich. Glück ist eben keine egoistische Sache, die wächst wenn man dem Ego Nahrung gibt. Es ist etwas das aus dem Herzen kommt. 
Und das ist völlig kostenlos. 

In diesem Sinne wünsche ich euch einen glücklichen Start in die Woche. Schaut euch "happy" an und, wenn ihr einmal dabei seid auch den TED Talk des Filmemachers Roko Belic. 
Liebste Grüße
Lotte

Freitag, 10. Februar 2017

Winterliche Playlist für trübe Tage

Irgendwie habe ich Geschmack daran gefunden meine Playlist mit euch zu teilen. Ich weiß nicht was es ist, aber irgendetwas daran mir Lieder auszusuchen und darüber zu schreiben macht mir unglaublichen Spaß. Besonders, wenn sie eine bestimmte Stimmung transportieren sollen. So wie meine fröhliche Weihnachtsplaylist entgegen aller Kitschgesetzte oder meine Herbstplaylist für einen Roadtrip. Also gibt es heute, zum Wochenende, eine Liste für trübe Tage, voll mit Liedern, die auch den kältesten grauen Tag mit Sonnenschein füllen. 
Seit ich beinahe jeden Tag (außer den Tagen an denen ich extrem früh aufstehen muss) mit einem morgendlichen Spaziergang beginne weiß ich nämlich: Mit der richtigen Musik macht jedes Wetter Spaß - auch wenn es dann doch nur auf der Couch sein sollte ;)

Also viel Freude mit meiner kleinen Winterplaylist, die mir sehr zuverlässig ein Lächeln aufs Gesicht und ein wenig goldene Sonne in mein Herz zaubert. 



Ein bisschen Kitsch, ein bisschen Seufzer, aber einfach schön. Und wie ihr mitbekommen habt ist es ganz oft eine Liedzeile, die mich berührt und ein Lied für mich komplett ausmacht. In diesem Fall: "Where you invest your love you invest your life" und "Lend me your eyes I can change what you see
But your soul you must keep, totally free" und " My weakness I feel I must finally show" und... ach eigentlich der ganze Text. Das Lied ist zwar nicht unbedingt das flotteste, aber der Text..Ach der Text und hatte ich den Text erwähnt? . 

Ein bisschen gemein ist das Lied ja schon. So ganz nach dem Motto: Ich hab jetzt einen neuen Liebhaber und hoffe du auch, aber wenn nicht umso besser. Aber ganz ehrlich? Manchmal ist auch gemein sein ok. Und das Lied ist einfach wirklich schön. Ich habe in den dunklen Monaten ja immer eine kleine Schwäche für Indie. Da mache ich nichts dran. 

Bei der Szene in der das Lied gesungen wird muss ich jedes Mal weinen. Ich liebe die Einfachheit des Textes und die schlichte Wahrheit dahinter. Genauso fühlt es sich an, wenn man tatsächlich von Zuhause fort geht, hinaus in die Welt. Bittersüß und wunderschön. Und ja, "Je n'm'enfuis pas je vole" (Ich fliehe nicht, ich fliege)

Der Musiker, der nicht nur wie ein Anwalt aussieht, sondern auch tatsächlich einer ist. Via con Me ist ein echter Klassiker und so manches Mal habe ich Lust in der Straßenbahn einfach mitzusingen. Allerdings fürchte ich, dass ich damit nicht besonders gut ankommen würde. Selbstbeherrschung pur, aber ein Garant für einen gelungenen Morgen. 

Gibt es etwas großartigeres als Frauen, die mit einer Unschuldsmiene über Sex singen können? Ich muss jedes Mal lachen, wenn ich dieses Lied höre und insgeheim freue ich mich über dicke Wände, die mich vor einer Misere wie dieser beschützen. 

Besser als in diesem Lied kann man den Sinn des Lebens nicht zusammen fassen. Und am aller schönsten ist tatsächlich der Anfang: "The best thing you've ever done for me is to help me take my life less seriosuly. It's only life afterall" Das ist quasi meine Schaukelphilospohie in Liedform gegossen...



Oh ja, oh oh ja. Es ist nun einmal so: Was mein Herz nicht will, das will es auch nicht. Da macht man eben gar nichts dran. Ich liebe den etwas anderen Rhythmus des Liedes, die Gitarre und wie sich alles langsam steigert. Und ein Duett ist ja auch mal was Schönes, oder?

Ganz ehrlich? Manchmal ist ein Cover noch besser als das Original. In diesem Fall ist es so. Und ja, ich weiß dass es keiner mehr hören kann. Aber die vier sind richtig cool und machen so einen herrlichen Ohrwurm. 

Wenn gar nichts mehr geht, das funktioniert. zuverlässig auch bei schlechtester Laune, miesestem Wetter und miserabelster Stimmung. Nichts klappt so zuverlässig um mich zum Tanzen zu bringen. Und im Zweifelsfall bleibt einem ja auch nicht mehr viel anderes übrig. Einfach raus tanzen ;)

Was sind eure liebsten Lieder an grauen Tagen? Ihr habt vielleicht mitbekommen, dass ich es nicht so mit Mainstream habe und stattdessen viel auf Indie und Klassiker setzte. Das hat einen einfachen Grund: Meine Gruftimusik ist nicht jedem zugänglich und die Hits, die im Radio hoch und runter laufen kann eh keiner mehr hören. Also erinnere ich lieber an ein paar alte Klassiker oder ein wenig Nische, die aber noch zugänglich ist.
Das macht großen Spaß und spiegelt auch ein bisschen das freundliche Chaos auf meinem MP3 Player (ja so etwas besitze ich noch) wieder.

Ich wünsche euch einen fröhlichen Start ins Wochenende
Liebste Grüße
Lotte, die auf dem Weg an die Ostsee ist

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