Freitag, 21. April 2017

Playlist für frische Frühlingsgefühle

Als ich meine fünf Tage an der Ostsee verbrachte, war es bitterlich kalt. So kalt, dass ich mit Schal, Mütze und Handschuhen Fahrrad fahren musste und am Meer wirklich gefroren habe. Nichtsdestotrotz regten sich in mir einige Frühlingsgefühle. Ich kann nicht umhin, der Frühling macht mir gute Laune. Seien es die blühenden Magnolien, der Sonnenschein oder eben auch das graue Wetter, das zu unendlichen Serienmarathons und Lesemeisterschaften einlädt, oder eben die Musik, die durch meinen MP3 Player dudelt.
Manchmal heißt es einfach tanzen und singen.
Und damit euch das an diesem Wochenende leichter fällt, habe ich euch eine Playlist für den Frühling mitgebracht.

Ok, ok das Lied ist nicht unbedingt tanzbar. ABER der Text ist unschlagbar. Ich bin jedes Mal ganz euphorisch, wenn sie singt "I'm the hero of this Story, don't need to be saved" Jawohl. Sehe ich auch so.

Diese Band habe ich wahrscheinlich als letzter Mensch überhaupt entdeckt. Ich liebe einfach alles an dem Song. Die leichte Elektronik, den Text, sogar das Video macht mich glücklich. Und auch wenn es vergleichsweise ruhig ist, kann man dazu wirklich gut in einem verlassenen Rapsfeld tanzen. Hab ich zumindest gehört.


Dieses Lied hat mich schon öfter zu spontanen Tanzeinlagen im Büro verführt. Zum Glück versteht meine Kollegin das... Ganz ehrlich? Dieses Lied am Morgen und es kann eigentlich kaum noch etwas schief gehen. Vor kurzem habe ich das Video dazu entdeckt und finde es auch sehr bezaubernd.

Bestes Lied zum Joggen. Oder tanzen, oder für den Montagmorgen. Gerne auch zum spontanen Anstimmen, wenn man unangenehme Aufgaben hat. Sorgt für gute Laune und motiviert. Kann man ja schließlich auch alles als Party definieren, oder? Auch schön beim Putzen.




Mein Allrounder für sofortige gute Laune. Wie schön ist es bitte, wenn man sagen kann "I love myself no I don't need anybody else"? Wenn ihr mich fragt nimmt es unendlich viel Druck aus Beziehungen, wenn man sagen kann: Ich fühle mich alleine wohl und brauche niemanden, der mich vervollständigt. Ich habe festgestellt, dass dadurch der Erwartungsdruck in Beziehungen plötzlich sehr klein wird und ich mich einfach auf das Wesentliche konzentrieren kann: Mit dem Anderen eine schöne Zeit zu verbringen. Ganz ohne dieses kitschige "Du machst mich erst vollständig"



Allein für die erste Strophe ..
You know, I'm sorry
I won't make it to your party
Got caught up in my own selfishness
It won't let me be a part of this
And I know I've started
Drifting off every second
I can't wait to leave as soon as I arrive
I count the seconds...
Ja so sagt man bei einer Party nachhaltig ab. Tut mir leid, ich bin in meinem eigenen Egoismus gefangen und warte eh nur bis ich wieder verschwinden kann, deswegen bleibe ich Zuhause. Noch Fragen? Das Lied ist zwar eigentlich ein Trennungslied, aber der Remix ist wirklich gut und macht mir irgendwie trotzdem gute Laune...




Vielleicht habe ich es schon siebenhundertmal einmal erwähnt: Ich bin ein großer Fan von Oldies. Mögen sie aus den 60ern stammen oder auch aus den 20ern. Ich bin dabei. Meine Favoriten sind hierbei tatsächlich die 20er, 50er und 60er. Dementsprechend war die Postmodern Jukebox eine Entdeckung, die mich unglaublich fröhlich machte. Besonders die Coverversionen von Wiggle und Umbrella haben es mir hierbei angetan. Unbedingt reinhören. Es macht wirklich Freude.

Irgendwie bringt es diese ganze Partnerschaftsfindungssache in den meisten Fällen auf den Punkt. Erst einmal wirklich alles geben, toll sein und dann plötzlich die Maske fallen lassen. Hihi.
Ein kleiner Tipp am Rande: Lernt man einen Mann in einer recht schwierigen Situation kennen - zum Beispiel wenn man gerade zusammen Schiffbruch erleidet, oder beim Eislaufen wenn man das noch nie vorher gemacht hat so fällt viel der Verstellungskunst weg... Habe ich gehört. Die süße Unschuldsmiene von Annett Louisan finde ich dabei einfach göttlich.




Wo wir gerade bei süß und unschuldig waren: Niemand covert das Skandallied von Depeche Mode aus den 80ern so gekonnt wie Nouvelle Vague. Süß, niedlich und ach so unschuldig im Gesang. Ganz gegensätzlich zum Text, der es in sich hat und 1984 dazu führte, dass "Master and Servant" in vielen US Radios gar nicht gespielt wurde. Nouvelle Vague sind für mich die Meister des Covers.

Ich liebe den Oldschoolsound von Frank Turner. Dieses Lied ist ein fantastisches Beispiel dafür.
Irgendwie habe ich bei dem Sound immer das Bedürfnis meine Chucks anzuziehen und meine Biologiehausaufgaben abzuschreiben.
Alternativ sind aber auch Zettelchen schreiben und in Mathe nicht zuhören in Ordnung.



Was sind eure liebsten Frühlingslieder? Habt ihr einen Song ohne den ihr den Tag nicht beginnen könnt?
Ich wünsche euch einen herausragenden Start ins Wochenende 
Liebste Grüße

Lotte

PS: In dieser Playlist haben sich zwei Filme versteckt. Wer findet sie? ;)

Mittwoch, 19. April 2017

Montagsmotivation am Mittwoch. Das Gegenteil von Einsamkeit

Letztes Jahr Weihnachten fasste ich einen Entschluss. Während ich mit meiner Familie dem Hobbitleben frönte und meine Eltern Pläne für ihren Frühjahrsurlaub in Italien schmiedeten, entschloss ich mich dieses Jahr Ostern ein kleines Experiment zu wagen. Anstatt, wie üblich, mit meiner Familie und/oder Freunden Ostern zu feiern, fuhr ich ganz allein an die Ostsee und verbrachte fünf Tage ausschließlich mit mir selbst. 

Tatsächlich hatte ich diese paar Tage nur für mich bitter nötig. Gar nicht, weil es mir schlecht ging, sondern weil ich ein wenig sortieren musste. Und obwohl ich ein wirklich verlockendes Angebot einer wundervollen Begleitung hatte, entschied ich mich wirklich bewusst Zeit mit mir alleine zu verbringen.
Ich bin ein introvertierter Mensch. Das erstaunt viele, die mich kennen, weil ich gleichzeitig viel rede, offen bin neue Menschen kennen zu lernen und neue Erfahrungen zu sammeln. Nichtsdestotrotz brauche ich Momente des Rückzugs, der Stille und Zeiten in denen ich niemanden sehe.
Früher habe ich mich dafür ein bisschen geschämt, heute weiß ich, dass ich mich dauerhaft nicht verbiegen kann und möchte.
Die Zeit allein nutze ich um mir über viele Dinge klar zu werden.
Lebe ich mein Leben so wie ich es möchte?
Habe ich die Beziehungen, die ich haben möchte?
Gebe ich Acht auf mich?
Gibt es Dinge, die ich zugunsten anderer vernachlässige?
Was ist mir wichtig im Leben?
Was tue ich um auf diesem Planeten mehr zu hinterlassen als nur mein Ego?
Wie helfe ich anderen?
Was möchte ich geben?
Ich sah mir an, was ich gerne mache und stellte es den Dingen gegenüber, die ich tagtäglich tue. Ich las ein Buch über intuitive Ernährung und beschloss mich vom Diktat der perfektionierten Ernährung zu befreien. Ich tanzte allein zu wundervoller Musik, fuhr an den Strand und machte einen klaren Cut mit allen sozialen Medien. Diese Zeit war meine und ich wollte wissen wie ich bin, wenn kein Lärm von Außen mich beeinflusst. Ankommen bei mir ohne gefallen zu müssen und einfach nur ich sein.
Und während ich alleine durch Rapsfelder tanzte, mir den Sturm am Meer entgegenschlagen ließ und den Katzen beim Streiten zusah kam ich endlich wieder bei mir selbst an. 
Und auch, wenn ich noch längst nicht dort angekommen bin wo ich sein möchte, bin ich dankbar für all das, was mein Leben begleitet, schöner macht und auch manchmal sehr heraus fordert.
Und während ich die Stille genoss, wurde mir klar, dass die Menschen, mit denen ich diese Momente gerne teilen möchte und die verstehen, wenn ich mich zurück ziehe, genau die sind auf die es ankommt.
Heute ist mein erster Arbeitstag und ich bin wieder zurück im echten Leben 
Ich wünsche euch einen wunderbaren Mittwoch
Liebste Grüße
Lotte

Donnerstag, 13. April 2017

Zukunftsmusik


Als ich meine Freundin in Hamburg besuchte, hatten wir eine fantastische Zeit. Wir redeten und lachten und wir machten unzählige Fotos voneinander und miteinander. Und plötzlich, mitten in all dem Gelächter hatten wir ein Thema, das ich bis heute spannend finde. 
Wie werden unsere Kinder einmal mit Technik umgehen? 
Wir leben in einer Zeit, in der alles vermarket wird, wir machen Fotos von beinahe jedem Moment und ich muss sagen, ich genieße das sehr. Ich mag ästhetische Bilder. ES macht mir Freude etwas zu perfektionieren und schön zu gestalten und ich schaue mir wirklich gerne all die kreativen Blogs mit ihren fantastischen Bildern an. 
Nichtsdestotrotz frage ich mich, wie all das wohl in der Zukunft aussehen wird. 
Werden unsere Kinder nur noch anhand von Likes und Anzahl der Klicks gemessen? Werden sie verlernen den Moment zu genießen, weil sie ihn nur noch durch die Kamera ihres Smartphones anschauen? Haben wir es nicht sogar schon längst verlernt diesen Moment zu genießen?
Ich hoffe sehr, dass die Antwort "Nein" lautet, aber sicher bin ich mir nicht. 
Mein Handy bleibt in der Tasche, wenn ich mit meinen Mädels den Abend genieße oder private Stunden mit einem besonderen Menschen verbringe, aber hin und wieder, wenn ein Motiv perfekt ist, dann schleicht es sich doch hervor. 

Sitze ich abends auf dem Sofa und scrolle durch mein Instagram, so gucke ich ein wenig welches Bild als nächstes gut passen würde. Das finde ich nicht schlimm, wie gesagt ich liebe es Dinge ästhetisch ansprechend zu gestalten. Aber würde ich das auch so machen, wenn ich kein Foto davon machte? Wahrscheinlich schon, aber es wäre dann eben nur für mich. Und für die Menschen, die sich unmittelbar in meinem Leben befinden. Wäre das schlimm? Schön? Oder einfach nur anders? Während ihr diese Zeilen lest bin ich im Urlaub. Und nachdem ich mir diese Fragen gestellt habe, kam ich zu dem Schluss, dass es in diesem Urlaub keine eigenen Posts bei Instagram geben wird, keine Blogeinträge und kein "Ich scrolle mal eben durch Pinterest, Tumblr und Instagram"  Während dieser fünf Tage werde ich mein Handy nutzen um mit meinen Freunden und einer wichtigen Person Kontakt zu halten. Nicht mehr und nicht weniger. 

Was mich übrigens wirklich hat aufschrecken und eine Gänsehaut entwickeln lassen ist die Serie "Black Mirror". Nachdem sie mir quasi von all meinen Freunden empfohlen wurde. Wer einen Sinn für Dystopien hat und/oder ein Teil der digitalen Welt ist, sollte diese Serie unbedingt gucken.
1984 ist nichts dagegen. 


Ich hoffe sehr, das unsere Zukunft kein derartiges Leben bereit hält, aber sicher bin ich mir nicht.
Ich wünsche euch wundervolle Ostertage und melde mich, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin
Liebste Grüße
Lotte

Beliebte Posts