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Lesechallenge 2017 - Die besten Bücher

Vor ungefähr einem Jahr habe ich beschlossen, dass ich bei Fahrten mit Bus und Bahn künftig weniger in mein Handy und mehr in diverse Bücher schauen möchte. Das hat mal mehr, mal weniger gut geklappt.
Am Ende habe ich 57 Bücher in 12 Monaten gelesen. Insgesamt waren es laut meinem Goodreads Account 16.834 Seiten und umfasste eine Zeitspanne von 1667 (Das verlorene Paradies von John Milton) bis 2017 (Feierabend! Warum man für seinen Job nicht brennen muss von Volker Kitz), also insgesamt 350 Jahre.
Ich las so ziemlich jedes Genre, das mir unter sie Augen kam und hatte trotzdem gar nicht das Gefühl ich würde jede freie Minute nur mit einem Buch verbringen.
Spaß hat es auf jeden Fall gemacht und natürlich möchte ich auch in diesem Jahr weiter viel lesen. Ob es jedoch wieder so viele Bücher werden, kann ich nicht sagen. Ich denke, wenn ich 30 Bücher schaffe ist das schon nicht schlecht, werden es weniger, ist es auch völlig in Ordnung. Eine Buchzusammenfassung bekommt ihr aber auf jeden Fall weiterhin am Ende jeden Monats. Und damit ihr nicht alle 57 Bücher aus dem letzten Jahr lesen müsst, habe ich heute die Top Ten für euch. Ich verlinke ich die entsprechenden Blogposts, damit ihr die Zusammenfassung auch noch einmal ausführlicher lesen könnt.

Die Liste hat übrigens keine Rangfolge im eigentlichen Sinne. Ich fand es schon schwer genug überhaupt 10 besonders großartige Bücher zu finden. Die Welt ist einfach zu voll von guter Literatur.

1. Adressat unbekannt - Kathrine Kressmann Taylor
Ein großartiger, komplexer Briefroman, ein Spiegel der Zeit und ein Fünkchen Beweis, dass im Amerika der 30er durchaus bekannt war, was in Deutschland geschah. Bewegend, schonungslos und ein Buch, das mir nicht mehr aus dem Kopf geht.
2. Berlin 1936 - Oliver Hilmes
Berlin spielt 1936 Zirkus und alle Welt spielt mit. Die Olympischen Spiele, 16 Tage im August, ein Symbol für die Welt und ein Fest der Propaganda. Aus verschiedenen Perspektiven erzählt und höchst empfehlenswert.
3. When Breath Becomes Air - Paul Kalanithi
Eine radikale Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit, dem Weg dorthin und wie es ist, wenn man vom Arzt zum Patienten wird. When Breath Becomes Air ist ein wirklich wichtiges Buch.
4. Mom & Me & Mom -Maya Angelou
Für alle Mütter und Töchter, für die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle und die der Mutter. Das Buch hat mich viel hinterfragen und denken lassen.
5. Doing it! Let's talk about Sex - Hannah Witton
Gibt es etwas besseres als entspannt über Sexualität reden zu können? Hannah Witton macht nicht nur witzige Youtube Videos, sie schreibt auch ganz offen über Sexualität. Wunderbar erfrischend und gar nicht mit erhobenem Zeigefinger.
6. Big Magic - Elizabeth Gilbert
Für alle kreativen Köpfe - also für jeden atmenden Menschen. Zur Entspannung und gegen den Druck. Ich habe mich ein bisschen leichter gefüllt.
7. Im Herzen der See - Nathaniel Philbrick
Die Geschichte der Essex inspirierte Melville zu Moby Dick. Die Realität ist dabei spannender als jeder Roman. Im Herzen der See war aufwühlend, spannend und wirklich ergreifend.
8. Euphoria - Lily King
3 Forscher im Dschungel, eine Dreiecksbeziehung, Drama und ein wirklich gutes Buch.
9. Winter is coming die mittelalterliche Welt von Game of Thrones - Carolyne Larrington 
Ich hatte bis dato nur die erste Staffel Game of Thrones gesehen, dann aber relativ schnell aufgeholt. Die geschichtlichen Hintergründe aus der Realität fand ich jedoch beinahe noch interessanter als die Serie.
10. You will not have my hate - Antoine Leris
Ein Buch wahrer Größe. You will not have my hate hat mich zu Tränen bewegt, mich innehalten und mich verneigen lassen. "So, no, I will not give you the satisfaction of hating you. That is what you want, but to respond to your hate with anger would be to yield to the same ignorance that made you what you are. You want me to be scared, to see my fellow citizens through suspicious eyes, to sacrifice my freedom for security. You have failed. I will not change."

Bonus für alle Lyrikliebhaber: Das verlorene Paradies - John Milton
Sicher keine leichte Kost, ich habe einen Monat dafür gebraucht, aber das Buch lohnt sich.

Mir ist aufgefallen, dass in meinen TopTen erstaunlich wenig typische Romane vertreten sind. Vielleicht hat sich mein Geschmack in den letzten Jahren einfach sehr verändert, jedoch finde ich es immer großartig Bücher zu lesen, die den Horizont ein Stückchen erweitern können und irgendwie hat sich das in meine Favoriten mit eingeschlichen. Ich bin gespannt auf all die Bücher des Jahres 2018 und freue mich auf eure Ideen und Anregungen
Liebste Grüße
Lotte

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