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Meine Bücherliste im Februar

Ich habe heute den herrlichen Satz gehört "The universe is testing my intentoins" und auch wenn ich keine Parkplätze oder ähnliches beim Universum bestelle, passt dieser Satz auf jeden Fall zu meiner letzten Woche. Sagen wir einfach: Ich bin wahrscheinlich durchgefallen. 
Egal, machen wir dann halt nächste Woche neu. 
Aber, um zumindest eine gute Sache für diese Woche zu finden, habe ich heute meine Bücherliste für euch dabei. 



1. Bronnie Ware - 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen
Oh, ich bin sehr zwiegespalten. Einerseits fand ich die Idee zu dem Buch sehr gut und die Geschichten faszinierend, spannend und anregend. Andererseits hat mir der Narzissmus der Autorin beinahe körperliche Übelkeit bereitet. Das führte dazu, dass ich Passagen der Selbstverherrlichen und Eigenbeweihräucherung konsequent über blättert habe. Damit war ich dann auch sehr schnell durch mit dem Buch. An sich hat mich vieles daran zum Nachdenken gebracht, aber die Art der Darstellung ließ durchaus zu wünschen übrig.


Rupi Kaur - The Sun and Her Flowers
Warum lesen wir nicht alle mehr Poesie? Diese Gedichte waren so unfassbar schön, so berührend und so großartig, dass ich unbedingt mehr will. Ich freue mich darauf den ersten Band zu lesen "Milk and Honey" und bin total auf den Geschmack der Poesie von faszinierenden Frauen gekommen. Ebenfalls ganz oben auf der Liste steht "The Princess saves herself in this one" von Amanda Lovelace.
Hach, Gedichte machen glücklich (ich werde jetzt einfach den Rest der Woche Gedichte lesen)


Charlotte Eriksson "Empty Roads and broken bottles"
Vielleicht liegt es am Namen, aber Charlotte Eriksson schreibt quasi aus meiner Seele. Hätte ich vor einigen Jahren meine Gedanken, Sehnsüchte, Träume und Ängste in Buchform gegossen, sie hätten ganz ähnlich geklungen. Das Buch war so absolut bewegend und schön, dass ich es bewusst langsam gelesen habe, denn in jeder einzelnen Zeile steckte so viel. 

“I never said it was easy to find your place in this world, but I’m coming to the conclusion that if you seek to please others, you will forever be changing because you will never be yourself, only fragments of someone you could be. You need to belong to yourself, and let others belong to themselves too. You need to be free and detached from things and your surroundings. You need to build your home in your own simple existence, not in friends, lovers, your career or material belongings, because these are things you will lose one day. That’s the natural order of this world. This is called the practice of detachment.” 
Charlotte Eriksson



Morton Rhue - Give a boy a gun
Nachdem School Schooting in Florida habe ich dieses Buch aus dem Regal gezogen. Dort stand es schon eine ganze Weile und wartete darauf gelesen zu werden. Das fiktive Buch beschreibt anhand von Interviews mit Lehrern und Schülern wie es zu einem (fiktiven) Amoklauf an einer Highschool kam. Als Zeugen erzählen Mitschüler, Freunde und Lehrer ganz subjektiv was sie beobachtet haben, was geschehen ist und welchen Vorlauf die Geschehnisse hatten. Und ich muss sagen, das Buch hat mich wirklich betroffen gemacht. Immer wieder werden Fakten und Zahlen zu realen School Shootings und Opfern von Schusswaffen in den USA als Informationsboxen hinzugefügt. Sagt also der Schulleiter "Autos töten auch Menschen, deswegen verbieten wir keine Autos", sieht man daneben die Fallzahlen der toten Schüler durch Autounfälle vs denen durch Schusswaffen in den USA. Noch aktueller könnte das Buch leider nicht sein. Auch die Hintergründe der beiden Täter werden so vielschichtig beleuchtet, dass sich das Mosaik zu einem differenzierten Bild zusammenfügt. Eigentlich Pflichtlektüre für jede Schule - überall auf der Welt



Ok, ich merke, über Bücher schreiben macht gute Laune. Das sollte ich öfter tun.
Hattet ihr literarische Lieblinge in diesem Monat?
Ich wünsche euch einen wunderbaren Start ins Wochenende
Lotte


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